Jeder macht seins, und ich mach‘ meins

Persönliche Lebensform und gesellschaftliche Verantwortung
Im Rahmen der Vortragsreihe Anstoß, einer Initiative der Katholischen Kirche Hilden in Kooperation mit der Stadtbücherei und der VHS Hilden-Haan, hält Dr. Raimund Litz, Köln, am Freitag, den 28. September, um 19:30 Uhr in der Stadtbücherei Hilden einen Vortrag zum Thema „Jeder macht seins, und ich mach‘ meins – Persönliche Lebensform und gesellschaftliche Verantwortung“. Im Anschluss an den Vortrag ist Zeit zum offenen Gespräch. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

28. September 2018 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Referent/in: Dr. Raimund Litz

Der Mensch ist ein Einzelwesen und ein Gemeinschaftswesen zugleich. Das eigene Leben gelingt nur in Gemeinschaft, wie etwa Familie, Freunde etc. In Gemeinschaft erlebt der Mensch Möglichkeiten des Handelns, aber auch Konflikte, etwa wenn persönliche Lebensformen bzw. moralische Entscheidungen auf gesellschaftliche Normen oder rechtlich-staatliche Einschränkungen treffen. Wie gehen wir heute mit dieser Situation um? Konsequent „seins machen“, wie und weil es ohnehin alle anderen ebenso zu tun scheinen? Oder suchen wir – auch in unserer Verantwortung als Christ – Formen des Ausgleichs und der Vermittlung zwischen persönlichen wie sozialen Anforderungen, um so unser Miteinander und damit unsere Gesellschaft mitzugestalten?

 

Philosophie und Theologie können bei der Bestimmung von Motiven und Wirkungen unseres Handelns innerhalb konkreter gesellschaftlicher Zusammenhänge helfen. Sie können zu konkreten Regeln für unser Handeln führen und einen wichtigen Beitrag in der gesellschaftlichen Diskussion leisten. Mit dieser Grundfrage des Verhältnisses von Einzelnem in seiner Verantwortung für Staat und Gesellschaft – und umgekehrt! – möchte sich der Vortrag mit anschließender Diskussion auseinandersetzen.

 

Dr. Raimund Litz hat in Bonn, München, Münster und Dortmund Theologie, Philosophie und Germanistik studiert. Nach der Promotion 2001 war er bis 2010 im Schuldienst tätig und von 2010 bis 2014 Professurvertreter für Philosophie und Fundamentaltheologie an der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Münster. Seit 2014 arbeitet Dr. Litz als Schulrat in der Schulabteilung des Erzbischöflichen Generalvikariats Köln.


Veranstaltungsort:  Stadtbücherei Hilden, Nove-Mesto-Platz 3, Hilden

Ruhe und Gebet in unserer unruhigen Zeit – Brauchen wir das wieder?

Im Rahmen der Vortragsreihe Anstoß, einer Initiative der Katholischen Kirche Hilden in Kooperation mit der Stadtbücherei und der VHS Hilden-Haan, hält Angelika Teresa Oehlke, Stiftung Ruhegebet, Leverkusen, am Freitag, den 19. Oktober, um 19:30 Uhr in der Stadtbücherei Hilden einen Vortrag zum Thema „Ruhe und Gebet in unserer unruhigen Zeit – Brauchen wir das wieder?“. Im Anschluss an den Vortrag ist Zeit zum offenen Gespräch. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

19. Oktober 2018 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Referent/in: Angelika Teresa Oehlke

„Unruhig ist mein Herz, bis es Ruhe findet in dir, o Gott.“ Dieser bekannte Satz des hl. Augustinus drückt auch die Sehnsucht von Menschen unserer von Unruhe und Belastungen geprägten Zeit aus, die Sehnsucht nach einer Entlastung für Körper, Geist und Seele oder nach einer tieferen Gottesbeziehung und Glaubenserfahrung. Das Ruhegebet, eine urchristliche Gebetsweise, kann eine Antwort auf diese Sehnsucht der Menschen nach innerem Frieden und göttlicher Nähe sein. Sie entdecken für sich die kostbare Gebetsweise der alten Wüstenväter, die so alt ist wie das Christentum selbst.

 

Angelika Teresa Oehlke ist verheiratet, Mutter von zwei erwachsenen Kindern und arbeitet als Assistenz der Geschäftsleitung in einem mittelständigen Unternehmen. Auf ihrer Suche nach einer tieferen christlichen Religiosität führte ihr Weg sie 2005 zum Ruhegebet. Nach Jahren der täglichen Gebetspraxis wurde sie im Jahr 2010 von Pfarrer Dr. Peter Dyckhoff, geistlicher Autor und Experte für das Ruhegebet, zur Lehrenden des Ruhegebetes ausgebildet. Seitdem gibt sie diese urchristliche Gebetsweise der Wüstenväter, tradiert und überliefert durch Johannes Cassian (360-435), an suchende Menschen weiter.


Veranstaltungsort:  Stadtbücherei Hilden, Nove-Mesto-Platz 3, Hilden

Madeleine Delbrêl – Christsein in einer Welt ohne Gott

Im Rahmen der Vortragsreihe Anstoß, einer Initiative der Katholischen Kirche Hilden in Kooperation mit der Stadtbücherei und der VHS Hilden-Haan, hält Frau Dr. Rosemarie Nürnberg, Theologin und Autorin aus Köln, am Freitag, den 14. Dezember, um 19:30 Uhr in der Stadtbücherei Hilden einen Vortrag zum Thema „Madeleine Delbrêl – Christsein in einer Welt ohne Gott“.

14. Dezember 2018 19:30 Uhr bis 21:00 Uhr
Referent/in: Dr. theol Rosemarie Nürnberg

„Mystikerin der Straße“ und  „Pionierin des Glaubens in einer Gesellschaft ohne Gott“ – so wird die französische Christin, ehemalige Atheistin, Madeleine Delbrêl (1904 – 1964) auch genannt. Das sind zwei Aspekte ihrer Botschaft, die heute in einer säkularisierten Gesellschaft sehr aktuell sind. Mit großer Phantasie und innerem wie äußerem Engagement zeigt Madeleine Delbrêl neue Wege auf, den Glauben konkret zu leben – mitten im Alltag. Fest verwurzelt in Gott, will sie durch ihre Liebe zu den Menschen, ob Christen oder Atheisten bzw. Nichtglaubenden, „Gott einen Ort sichern“ - mitten in der Welt.

 

Dr. theol Rosemarie Nürnberg war lange Jahre Diözesanrefentin für spirituelle Bildung im Rahmen der Erwachsenenseelsorge im Erzbistum Köln. Als freie Autorin und Referentin ist sie noch immer mit Buchveröffentlichungen, Vortragsreihen und Rundfunkbeiträgen, u.a. zu Madeleine Delbrêl, tätig. Seit 2000 leitet sie den Gesprächskreis zu Madeleine Delbrêl, „Spuren Gottes im Alltag finden“, im Rahmen der Domseelsorge am Kölner Dom.


Veranstaltungsort:  Stadtbücherei Hilden, Nove-Mesto-Platz 3, Hilden