Aufgaben des Kirchenvorstands


 

Die Kirche braucht zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben materielle Mittel. Sie braucht Grundstücke, Gebäude, sie muss Menschen, die für sie tätig sind, entlohnen und selbst die Gottesdienste, sowie die Verwaltung und das Spenden der Sakramente wären ohne eine finanzielle Basis nicht möglich. Die Mittel dafür stammen aus der Kirchensteuer, aus dem in den Gemeinden und Bistümer in sehr unterschiedlichem Maße vorhandenen Vermögen und seinen Erträgen, sowie aus Spenden. Die Verwaltung des Vermögens einer Kirchengemeinde und seiner Erträge, sowie der Gemeinde zufließenden Kirchensteueranteile ist die Aufgabe des Kirchenvorstandes (KV).

 

Rechtsgrundlage dafür ist das Kirchenrecht und -jedenfalls in NRW - das noch in Preußen entstandene "Gesetz über die Verwaltung des katholischen Kirchenvermögens" aus dem Jahre 1924. Die Kirchengemeinde ist eine juristische Person. Sie wird durch den KV vertreten. Er besteht aus dem mit der Leitung der Gemeinde beauftragten Priester, in der Regel also dem Pfarrer und einer je nach Größe der Gemeinde unterschiedlichen Anzahl von gewählten Mitgliedern; bei uns sind das zehn Personen. Weitere Mitglieder sind, nach genau festgelegten Regeln, sonstige in der Gemeinde tätige hauptamtlich angestellte Priester. Bei uns ist das der jeweilige Kaplan. Ein Vertreter des Pfarrgemeinderates, sowie Fachleute für bestimmte Fragen sind ohne Stimmrecht im KV tätig.

 

Vorsitzender des KV ist der Pfarrer, sein Stellvertreter wird aus der Mitte der gewählten Mitglieder durch einen Beschluss des KV bestimmt. Alle drei Jahre findet eine Wahl zum KV statt. Die Amtszeit eines Mitglieds des KV dauert sechs Jahre, die Hälfte der Mitglieder wird alle drei Jahre neu gewählt. Da die Beschlüsse des KV, auch wenn sie in einer Vielzahl der Fälle der Bestätigung durch das Generalvikariat bedürfen, bindende rechtliche Wirkung haben, gibt es sehr strenge Vorschriften über die Formalien wie Einberufung des KV, Beschlussfähigkeit, Protokolle usw..

 

Unser KV tritt monatlich mindestens einmal zusammen. Zur Vorbereitung der Beschlüsse des KV und zur Durchführung seiner Aufgaben sind Ausschüsse gebildet worden. In den Ausschüssen können auch Fachleute tätig sein, die nicht Mitglieder des KV sind. Die bei uns zur Zeit bestehenden Ausschüsse machen deutlich, auf welchen Gebieten der KV zuständig ist:

 

Der "Bauausschuss" befasst sich mit allen sonstigen Baufragen. Vor allem die Pflege und Erhaltung der Gebäude, die unserer Gemeinde gehören, ist seine Aufgabe.

 

Täigkeitsfeld des "Kindergartenausschusses" sind die beiden Kindergärten unserer Gemeinde, ihre Organisation, ihre Ausstattung und ihre personelle Besetzung.

 

Gestaltung, Ordnung und Wirtschaftlichkeit unseres Friedhofs sind Sache des "Friedhofsausschusses".

 

Der "Finanzausschuss" ist insbesondere für die Planung und Kontrolle des jährlich aufzustellenden Haushaltes der Gemeinde zuständig. Zu ihm gehört auch der Rendant. Dieser ist für die Durchführung aller finanziellen Angelegenheiten verantwortlich.

 

Ein "Forumsausschuss", gemeinsam von KV und Pfarrgemeinderat gebildet, macht sich seit einiger Zeit darüber Gedanken, wie die Nutzung unseres "Forums" in der Praxis ablaufen soll.